Moed Katan 3

Kapitel 3

א וְאֵלּוּ מְגַלְּחִין בַּמּוֹעֵד, הַבָּא מִמְּדִינַת הַיָּם, וּמִבֵּית הַשִּׁבְיָה, וְהַיּוֹצֵא מִבֵּית הָאֲסוּרִין, וְהַמְנֻדֶּה שֶׁהִתִּירוּ לוֹ חֲכָמִים, וְכֵן מִי שֶׁנִּשְׁאַל לְחָכָם וְהֻתַּר, וְהַנָּזִיר, וְהַמְּצֹרָע הָעוֹלֶה מִטֻּמְאָתוֹ לְטָהֳרָתוֹ:
1 Die folgenden Personen dürfen am Feste sich scheren: Wer aus einer überseeischen Gegend oder aus der Gefangenschaft heimkehrt, wer den Kerker verlässt, ein Bannbeladener, den die Rabbinen befreit haben, desgleichen wer sich bei einem Gelehrten losbittet und befreit wird, der Nazîr und der Aussätzige beim Übergang von seiner Unreinheit zu seiner Reinheit.
ב וְאֵלּוּ מְכַבְּסִין בַּמּוֹעֵד, הַבָּא מִמְּדִינַת הַיָּם, וּמִבֵּית הַשִּׁבְיָה, וְהַיּוֹצֵא מִבֵּית הָאֲסוּרִים, וְהַמְנֻדֶּה שֶׁהִתִּירוּ לוֹ חֲכָמִים, וְכֵן מִי שֶׁנִּשְׁאַל לְחָכָם וְהֻתַּר, מִטְפְּחוֹת הַיָּדַיִם וּמִטְפְּחוֹת הַסַּפָּרִים וּמִטְפְּחוֹת הַסְּפָג, הַזָּבִין וְהַזָּבוֹת וְהַנִּדּוֹת וְהַיּוֹלְדוֹת, וְכָל הָעוֹלִין מִטֻּמְאָה לְטָהֳרָה, הֲרֵי אֵלּוּ מֻתָּרִין. וּשְׁאָר כָּל אָדָם, אֲסוּרִין:
2 Und für die folgenden darf man am Feste waschen: für jemand, der aus einer überseeischen Gegend oder aus der Gefangenschaft heimkehrt, oder den Kerker verlässt, für den Bannbeladenen, den die Rabbinen befreit haben, desgleichen für den, der sich bei einem Gelehrten losbittet und befreit wird; ferner Handtücher, Barbiertücher und Badetücher. Für Samenflüssige, Blutflüssige. Menstruierende, Wöchnerinnen und alle, die aus Unreinheit zur Reinheit emporsteigen, ist es gestattet, für jeden andern ist es verboten.
ג וְאֵלּוּ כּוֹתְבִין בַּמּוֹעֵד, קִדּוּשֵׁי נָשִׁים, גִּטִּין וְשׁוֹבָרִין, דְּיָתֵיקֵי, מַתָּנָה וּפְרוֹזְבּוּלִין, אִגְּרוֹת שׁוּם וְאִגְּרוֹת מָזוֹן, שִׁטְרֵי חֲלִיצָה וּמֵאוּנִים, וְשִׁטְרֵי בֵרוּרִין, וּגְזֵרוֹת בֵּית דִּין, וְאִגְּרוֹת שֶׁל רָשׁוּת:
3 Das Folgende darf man am Feste schreiben: Trauungsurkunden. und Scheidebriefe Quittungen und Vermächtnisse, Schenkungen und Verjährungsunterbrechungen, Schätzungsbriefe und Verpflegungsbriefe, Bescheinigungen über die Befreiung von der Schwagerehe und über Ablehnungen, Schiedsverträge, gerichtliche Entscheidungen und Briefe des Beliebens.
ד אֵין כּוֹתְבִין שִׁטְרֵי חוֹב בַּמּוֹעֵד. וְאִם אֵינוֹ מַאֲמִינוֹ אוֹ שֶׁאֵין לוֹ מַה יֹּאכַל, הֲרֵי זֶה יִכְתֹּב. אֵין כּוֹתְבִין סְפָרִים, תְּפִלִּין וּמְזוּזוֹת, בַּמּוֹעֵד, וְאֵין מַגִּיהִין אוֹת אַחַת, אֲפִלּוּ בְּסֵפֶר (הָעֲזָרָה) עֶזְרָא. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, כּוֹתֵב אָדָם תְּפִלִּין וּמְזוּזוֹת לְעַצְמוֹ, וְטוֹוֶה עַל יְרֵכוֹ תְּכֵלֶת לְצִיצִיתוֹ:
4 Man schreibt keine Schuldscheine am Feste; wenn er ihm nicht traut, oder wenn man nicht zu essen hat, darf man sie schreiben. Man schreibt keine Bücher, T’fillin oder Pfostenschriften am Feste und verbessert auch nicht einen Buchstaben, nicht einmal im Buche der Tempelhalle. Rabbi Juda sagt: Man darf T’fillin und Pfostenschriften für den eigenen Bedarf schreiben und auf seiner Hüfte die purpurblaue Schnur für seine Quaste spinnen.
ה הַקּוֹבֵר אֶת מֵתוֹ שְׁלֹשָׁה יָמִים קֹדֶם לָרֶגֶל, בָּטְלָה הֵימֶנּוּ גְּזֵרַת שִׁבְעָה. שְׁמֹנָה, בָּטְלָה הֵימֶנּוּ גְּזֵרַת שְׁלֹשִׁים, מִפְּנֵי שֶׁאָמְרוּ, שַׁבָּת עוֹלָה וְאֵינָהּ מַפְסֶקֶת, רְגָלִים מַפְסִיקִין וְאֵינָן עוֹלִין:
5 Wenn jemand seinen Toten drei Tage vor einem Freudenfest beerdigt hat, ist für ihn die Satzung über die sieben Tage aufgehoben; sind es acht, ist für ihn die Satzung über die dreissig Tage ausser Kraft. Denn sie haben gesagt: Der Schabbat zählt mit, bricht aber nicht ab, die Freudenfeste brechen ab, zählen aber nicht mit.
ו רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, מִשֶּׁחָרַב בֵּית הַמִּקְדָּשׁ, עֲצֶרֶת כְּשַׁבָּת. רַבָּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, רֹאשׁ הַשָּׁנָה וְיוֹם הַכִּפּוּרִים, כָּרְגָלִים. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, לֹא כְדִבְרֵי זֶה וְלֹא כְדִבְרֵי זֶה, אֶלָּא עֲצֶרֶת כָּרְגָלִים, רֹאשׁ הַשָּׁנָה וְיוֹם הַכִּפּוּרִים כְּשַׁבָּת:
6 Rabbi Eli‘ezer sagt: Seit das heilige Haus zerstört wurde, ist das Wochenfest dem Schabbat gleich. Rabban Gamliel dagegen sagt: Der Neujahrs- und der Versöhnungstag sind den Freudenfesten gleich. Die Weisen aber sagen: Weder ist’s nach den Worten des einen noch nach den Worten des andern; vielmehr ist das Wochenfest gleich den Freudenfesten, der Neujahrs- und der Versöhnungstag wie der Schabbat.
ז אֵין קוֹרְעִין, וְלֹא חוֹלְצִין, וְאֵין מַבְרִין, אֶלָּא קְרוֹבָיו שֶׁל מֵת, וְאֵין מַבְרִין אֶלָּא עַל מִטָּה זְקוּפָה. אֵין מוֹלִיכִין לְבֵית הָאֵבֶל לֹא בְּטַבְלָא וְלֹא בְאִסְקוּטְלָא וְלֹא בְקָנוֹן, אֶלָּא בְסַלִּים. וְאֵין אוֹמְרִים בִּרְכַּת אֲבֵלִים בַּמּוֹעֵד, אֲבָל עוֹמְדִין בְּשׁוּרָה וּמְנַחֲמִין וּפוֹטְרִין אֶת הָרַבִּים:
7 Den Riss, die Entblössung und die Labung beschränkt man auf die Angehörigen des Verstorbenen. Auch erfolgt die Labung nur auf aufrechten Ruhebetten. Man trägt ins Trauerhaus weder auf einer Schale noch auf einem Untersatz, noch in einer Schüssel, sondern in Körben. Man spricht nicht den Trauersegen am Feste, aber man stellt sich in einer Reihe auf, spricht ein Wort des Trostes und verabschiedet die Versammlung.
ח אֵין מַנִּיחִין אֶת הַמִּטָּה בָּרְחוֹב, שֶׁלֹּא לְהַרְגִּיל אֶת הַהֶסְפֵּד, וְלֹא שֶׁל נָשִׁים לְעוֹלָם, מִפְּנֵי הַכָּבוֹד. נָשִׁים בַּמּוֹעֵד מְעַנּוֹת, אֲבָל לֹא מְטַפְּחוֹת. רַבִּי יִשְׁמָעֵאל אוֹמֵר, הַסְּמוּכוֹת לַמִּטָּה, מְטַפְּחוֹת:
8 Man stellt die Bahre nicht auf der Strasse hin, um keine Totenklage herbeizuführen; bei Frauen auch sonst nicht aus Gründen der Ehrerbietung. Die Frauen dürfen am Feste Klagelieder singen, sich aber nicht an die Brust schlagen. Rabbi Ismael sagt: die der Bahre zunächst stehenden dürfen an die Brust schlagen.
ט בְּרָאשֵׁי חֳדָשִׁים, בַּחֲנֻכָּה וּבְפוּרִים, מְעַנּוֹת, וּמְטַפְּחוֹת בָּזֶה וּבָזֶה, אֲבָל לֹא מְקוֹנְנוֹת. נִקְבַּר הַמֵּת, לֹא מְעַנּוֹת וְלֹא מְטַפְּחוֹת. אֵיזֶהוּ עִנּוּי, שֶׁכֻּלָּן עוֹנוֹת כְּאֶחָת. קִינָה, שֶׁאַחַת מְדַבֶּרֶת וְכֻלָּן עוֹנוֹת אַחֲרֶיהָ, שֶׁנֶּאֱמַר (ירמיה ט), וְלַמֵּדְנָה בְנֹתֵיכֶם נֶהִי, וְאִשָּׁה רְעוּתָהּ קִינָה. אֲבָל לֶעָתִיד לָבֹא הוּא אוֹמֵר (ישעיה כה), בִּלַּע הַמָּוֶת לָנֶצַח, וּמָחָה ה' אֱלֹהִים דִּמְעָה מֵעַל כָּל פָּנִים וְגוֹ':
9 An Neumondstagen, am Weihefeste und an Purim dürfen sie Klagelieder singen und an die Brust schlagen, aber hier wie dort keinen Wechselgesang anstimmen. Ist der Tote bestattet, dürfen sie weder singen noch an die Brust schlagen. Wie ist der Klagegesang? Es singen alle zugleich. Wie der Wechselgesang? Es trägt die eine vor, und die anderen setzen nach ihr ein. So heisst es: Und lehret eure Töchter ein Klagelied und eine Frau die andere den Wechselgesang. Aber von einer Zeit, die kommen wird, heisst es: Er vernichtet den Tod auf immer, und Gott, der Ewige, wischt die Tränen von jedem Antlitz, und die Schmach seines Volkes wird er von der ganzen Erde entfernen, denn der Ewige hat es verheissen.